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Raus aus dem Wucherland Schweiz

  • Autorenbild: Knut
    Knut
  • 3. Aug. 2024
  • 3 Min. Lesezeit


Heute war der Start in den Wandertag sehr entspannt. Um nach dem Monster-Abstieg vom Donnerstag (1.540 Hm runter) nicht gleich wieder in einen Monster-Aufstieg (ca. 1.620 Hm rauf) über zu gehen, wollten wir den Bus bis auf 1.700 mNN Höhe nehmen - das sparte uns ziemlich genau 500 Hm. Und der Bus fuhr nur zweimal am Tag, um 9:48 Uhr und dann erst wieder nachmittags.


So konnten wir alles in Ruhe zusammen packen, frühstücken und zur Haltestelle laufen. Dann ein Schock: auf der Abfahrtstafel stand, es handelt sich um einen Kleinbus auf Anfrage, man sollte eine Stunde vorher anrufen und bestellen! 😱

Aber zu unserer Freude kam ein Pärchen daher und stellte sich ebenfalls an die Haltestelle. Wenn die mitfahren, werden wir schon auch unterkommen - klappe dann auch. Und so wurden wir in einer knappen viertel Stunde die 500 Hm rauf gefahren - für läppische 23 Sch. Franken (26 Euro). 🤮


Nach dem gemütlichen Teil ging es dann gnadenlos in den anstrengenden Teil über. Die Schotterstraße war steil, und ging ohne Pause stetig bergauf. Es war zwar landschaftlich sehr schön, aber anstrengend. Und dann kam uns noch ein alter Geländewagen im Kriechgang entgegen, der haute Abgase raus, dass es einem den Atem verschlug. 😳



Die Landschaft veränderte sich, die Bäume wurden weniger, die Felsen mehr, es wandelte sich in ein Hochmoor mit saftigen Wiesen, Wänden aus riesigen Felsbrocken, dazwischen Bäche mit klaren Wasser und einzelnen Bäumen. Durch die Höhe war es hier auch besonders ruhig, wenn nun noch Sonne geschienen hätte, wäre es ein toller Platz für eine Pause gewesen. Aber es tröpfelte immer wieder, glücklicherweise nicht mehr. In den Bergen um uns herum war klar erkennbar, dass es dort regnete. Nur bei uns nicht - juhuuu!

Zwischendurch konnte man auch den Piz Bernina erkennen, nachdem dieses Gebiet benannt ist und der mit 4.048 mNN den höchsten Berg der Ostalpen darstellt.



Am 'Pass da Cancian' überschritten wird die Grenze nach Italien. Juhu! Raus aus dem Land der Wucherpreise. Und ab in den Süden! 😂

Nur das Wetter war nicht entsprechend. Es fing wieder einmal leicht zum Tröpfeln an, und der Wind machte es kühl. Also etwas anziehen, auf Langarm umstellen und den Rucksack einpacken.

Wir mussten noch einen Kilometer bis zum Hochpunkt unserer Tagesetappe gehen, 130 Hm bis zum Passo di Campagnena (2.628 mNN).

Dort wurden wir von einem Torbogen empfangen, als ob wir hier nach Italien einwandern würden.



Von nun an ging es abwärts. An grün schimmernden Felsen vorbei, durch riesige Schotterhalden hindurch, immer wieder von kleinen Seen unterbrochen. Der Regen war zum Glück nie wirklich bei uns angekommen, und so konnten wir trockenen Fußes ins grüne Tal absteigen. Und zu unserer Freude ließ sich dann auch noch die Sonne blicken. Und die Wolken lösten sich immer mehr auf. Es wurde richtig warm. Also machten wir noch einen kleinen Stop, bevor wir an der Hütte ankommen sollten.

Die Landschaft erinnerte uns wieder an den Spiele-Bereich der Riesen - zumindest um uns herum an den Hängen. Wir selbst saßen auf einer sanft geneigten Kuhweide und beobachteten, wie einige Kühe 'ins Tal' getrieben wurden.



Am Refugio Ca Runcasch angekommen hängten wir Wäsche auf, die wir am gestrigen Abend zwar gewaschen, aber nicht mehr getrocknet bekommen hatten. So bekamen wir ein kleines bisschen 'frischere' Klamotten (weniger stinkig wäre wahrscheinlich der bessere Ausdruck! 😉)


Dann wünsche ich euch noch einen schönen Abend

Bis Morgen


Euer Hausmeister Gru

 
 
 

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