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Vom Berg ins Tal - und wieder zurück

  • Autorenbild: Knut
    Knut
  • 20. Juli 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Das Wetter hatte sich über Nacht zum Glück beruhigt, die Gewitter waren weg, der Regen hatte aufgehört - bis auf ganz wenig Tröpfeln. Aber es war kalt, um 8e hatte es noch sechs Grad vor der Hütte, und es ging ein leichter Wind. Auf 2.710 mNN kann man keine 20 Grad erwarten.


Vorher war noch Frühstücken und sich von den Siegerländern verabschieden angesagt. Wir gingen zwar den gleichen Weg, aber ich war dann doch etwas schneller. Bergab ist nun mal meine Spezialität, auch mit 18 kg Gepäck hinten drauf. Nur ein wenig aufpassen musste ich: nachdem ich gestern ein paar Mal mit den Stecken von Steinen abgerutscht bin, hab ich geschaut, woran das liegen kann, und hab dabei festgestellt, dass meine Stecken keine Metallspitzen mehr haben! 😳

Komplett weg! Nichts mehr da! Das Plastik schon rund geschliffen.....

Da war ich wohl etwas zu sehr in Einsatz mit ihnen. So komme ich aber nicht sehr weit. Muss ich schauen, ob ich in der Stadt etwas bewirken kann.



Es begann der Abstieg durch Geröll, nicht sehr steil, gut zu gehen, ab und zu ein Hopserer zwischenrein. Und so hatte ich den eigentlichen Abstieg sehr schnell hinter mich gebracht, bevor es in einen sehr gemächlichen Wanderweg, später eine Forststraße überging. War alles nicht so aufregend, immer am Bach entlang, das Rauschen war unaufhörlich wahrnehmbar.



Ich konnte die Stecken weglassen und marschierte mit flottem Schritt hinunter ins Tal Richtung Sölden (dem Skiort in Österreich).

Gegen Ende wurde es nochmal ein Wanderweg kombiniert mit einem Mountainbiketrail, gut zu gehen, sehr angenehm.



In Sölden ging mein erster Weg zur Tourist-Information. Wegen Übernachtung. Ob es denn was gäbe, was in Richtung des Tales von Vent liegt. Ich kenne das nur die Gaislachalm....

Ja, mehr gibt es auch nicht, sie könnten anrufen und nachfragen - gewünscht, getan, gebucht. Nicht so 'billig' wie eine Hütte, aber in Sölden selbst hätte ich das Gleiche gezahlt und hätte morgen fast 1.900 Hm rauf gemusst.



Ach ja, und wo gibt es ein Sportgeschäft, wo ich vielleicht meine Stecken reparieren lassen kann? Da, gleich gegenüber. Wunderbar, dann nix wie hin. Und tatsächlich: sie konnten es sofort und innerhalb einer Viertel Stunde reparieren, meine Stecken haben neue Spitzen. Cool. Bin ich glücklich. So einfach hatte ich es nicht erwartet. Und das ganze für nur 15 Euro incl. Montage!


Dann nur noch ein klein wenig Nahrung kaufen und den Aufstieg zur Alm in Angriff nehmen. Waren nochmal 6 km und 620 Hm. Sollte zu schaffen sein. Hatte bisher ja nur Hm runter gemacht. Da müssen auch noch ein paar raufwärts gehen. Also Gas geben.

Knappe eineinhalb Stunden hab ich gebraucht, dafür ca. ein Liter Schweiß rausgehauen. 🙈

Schlimm, wenn man immer so schnell und sehr schwitzt. Aber die Beine machen es mit - zum Glück.



Und so schlafe ich heute doch wieder am Berg, auch wenn er auf der anderen Seite von Sölden liegt. Wie es Zufall so will, hängt das nachfolgende Foto direkt über meinem Bett! Ob das ein Zeichen ist??? 🤔



Und von der Sonnenterrasse aus (wo ich zu Abend gegessen habe, leider ohne Sonne) konnte ich schon den Höhenweg sehen, der Morgen ansteht. Schaut jetzt schon toll aus, ich freue mich darauf.

Es werden dann wohl gut 17 km sein mit 1.250 Hm, die ich zu bewältigen habe. Sollte aber in Rahmen des machbaren liegen - immerhin besser als die 620 Hm zusätzlich von heute dazu.



Also, heute nicht so aufregend, aber trotzdem schön (achja, das Wetter wurde im Laufe des Tages immer besser und gegen Mittag kam sogar die Sonne raus). Bin zufrieden, denke, das bleibt Morgen auch so, wenn es zur Breslauer Hütte geht. Der Weg wirkt vielversprechend - ich erzähle es euch morgen, wie es war!


Bis dann, machst gut!


Liebe Grüße aus (fast) Sölden

Knut

 
 
 

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