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Vorbei an einer ehemaligen Quarzmiene zum Agriturismo Le Capanne

  • Autorenbild: Knut
    Knut
  • 1. Sept. 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Nun sollte es heute nach einem schönen und erholsamen Pausentag wieder heißen: Berg heil, aufi geht's!

Die Pause hatte wirklich gut getan, meine geschundenen Zehen konnten sich erholen und ich wirklich einiges organisieren. Also alles paletti für den nächsten Bergtag.

Naja, Bergtag ist schon fast übertrieben, sollte es heute doch nur einmal rauf gehen: gut 5 km Wegstrecke, 1.060 Hm rauf, 0 Hm runter. Das sollte zu schaffen sein. Und ja, ich weiß, es ist echt verdammt wenig. Aber zusammen mit dem morgigen Tag (ich hatte es echt in Erwägung gezogen) wären es gut 18 km mit 1.850 Hm rauf und 1.100 Hm runter geworden - das ist dann doch zu viel - sorry. Zumal heute Regen und Gewitter angesagt waren... Und es gibt einfach zwischendurch keine Hütten. Also entweder alles ist nichts. Dann doch lieber Halbgas....


Das Frühstück kannte ich schon, war heute exakt das Gleiche. 😄 Danach gepackt, alles verstaut, gezahlt, und geklärt, was mit den alten Schuhen passiert: ich durfte sie einfach stehen lassen, die Vermieterin im Hotel würde die Entsorgung übernehmen. Ein Traum.... Und so musste ich sie nicht in den Müll schmeißen. Ich glaube, da hätte ich echt Probleme bekommen - irgendwie hängt man doch an solchen Dingen. So konnte ich gehen und sie standen einfach belanglos auf dem Versandkarton. Tschüss, ihr Schuhe, und nochmals Danke!


Direkt am Ortsausgang ging es mit dem Aufstieg los. Keine Gnade oder ein bisschen Aufschub. Nein - gleich in die Vollen. Ein weißes Etwas fiel kurz vor mir vom Himmel! 😳 Was war das? Ich konnte es auf die Schnelle nicht erkennen. Um die nächste Biegung herum stieg ein Greifvogel auf: oben braunes Gefieder, unten fast komplett weiß. Er hatte etwas im Schnabel, sehr wahrscheinlich eine Eidechse. Flog auf, geschmeidig in den Himmel, zog seine Kreise und war hinfort. Ich googelte und fand heraus, dass es (sehr wahrscheinlich) ein Königsbussard gewesen war. Cool! Hatte sehr lässig und erhaben gewirkt.



Der Weg war mit Steinen 'gepflastert', uralt und aus lauter runden Kieseln. Das ist fürs 'Arbeiten' mit den Stöcken nicht so vorteilhaft, man muss dann mehr mit den Beinen machen. Aber die waren ja frisch vom Pausentag.

Nach einer knappen halben Stunde gelangte ich an eine ehemalige Quarzmiene. Sie stand auch im Rother Wanderführer, sie sollte sich lohnen zu besichtigen. Aber leider standen Verbotsschilder am Eingang. Ein kleines Stückchen wird doch möglich sein, oder!? 🤔

Also über den Ast gestiegen (der als Absperrung dienen sollte), ein paar Meter weiter war aber der nächste Riegel mit einem Verbotsschild. Okay, dann doch lieber nicht. Ich hatte gehofft, einen schönen Quarzstein zu finden - Pustekuchen.



Der weitere Aufstieg war nicht sehr aufregend. Ab und zu kam ich an eine Straße, ständig fuhren Autos bergauf. Wo die alle hin wollen...???

Und sonst an einigen Häusern vorbei, meist Ferienhäusern mit Italienern, die den Sonntag in den Bergen verbringen wollten. Recht so!

Und so kam ich gegen 13 Uhr bereits am Agriturismo Le Capanne an, meine Unterkunft für heute. Auf Anfrage bekam ich ein Zimmer, also alles paletti.

Und ich sah, warum so viele Autos an mir bergauf gefahren waren: man konnte bis ans Refugio fahren, es ist ein Restaurant mit ergänzender Übernachtungsmöglichkeit. Das klärt den regen Fahrbetrieb - wo man mit den Auto hin kommt, ist der Italiener nicht weit.



Mit egal. Ich nahm mir ein paar Riegel und Obst sowie Getränke mit und ging auf die gegenüber liegende Wiese und machte Mittag. Den restlichen Tag genoss ich die nicht so starke Sonne, den Wind und sah, dass es an der Scharte (über die ich morgen darf) gewitterte. Also richtige Entscheidung, nicht zwei Tage auf einmal zu laufen...



Ich plante den Nachmittag über noch meine Routen, genehmigte mir ein (winzig kleines) Stück Kuchen sowie einen Kaffee. Das Abendessen war etwas teurer für seine Gegenleistung, aber vielleicht war ich auch einfach nur verwöhnt vom gestrigen (und vorgestrigen) kulinarischen Genuss....


Und wie waren nun die neuen Schuhe?

Da es 'nur' bergauf ging und der Weg nicht sehr anspruchsvoll war, ist es etwas schwer einzuschätzen. Aber es war auf alle Fälle sehr viel angenehmer für die Zehen. Und ich habe keine Reibstellen und auch keine Blasen bekommen - nicht mal ansatzweise. Morgen geht es erst 700 Hm rauf, danach 1.100 Hm runter, teilweise durch anspruchsvolleres Gelände, da kann ich dann mehr dazu sagen.

Also besser war es auf alle Fälle!


Nun denn, ich wünsche euch einen schönen Sonntagabend! Macht es gut!


Knut aka Hausmeister Gru

 
 
 

3 Kommentare

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LIP
02. Sept. 2024
Mit 5 von 5 Sternen bewertet.

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uettling
01. Sept. 2024
Mit 1 von 5 Sternen bewertet.

Wie kann man soo wertvolle Schuhe einfach entsorgen !?!?! Pfui !!!

Iwe

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Knut
Knut
02. Sept. 2024
Antwort an

😂 Hey Dad!


Ja, ich weiß, aber es hat sich nicht ergeben. Und es sind die Füße und Beine, die mich tragen, die Schuhe machen ihren Job! 😄


Liebe Grüße

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